Was ist ein Barcamp – mit dabei beim Communitycamp in Berlin

Kennen Sie Barcamps? Noch nicht? Dann erklär ich Ihnen das gern einmal. Ein Barcamp ist eine sogenannte Un-Konferenz, auf der sich Menschen, die sich für ein bestimmtes Themengebiet interessieren, treffen und miteinander diskutieren, helfen und in offenen Workshops miteinander Trends, Erfahrungen, Tipps austauschen. Diese komplett offenen und zumeist auch kostenlosen Events dienen in erster Linie dem inhaltlichen Austausch zu einem Themengebiet und der Diskussion untereinander. Zugleich sind sie aber auch ein Treffen von Menschen mit gleichem Interessens- bzw. beruflichem Aufgabengebiet.

Das Communitycamp in Berlinzu dessen Gründern und Mitorganisatoren ich vor fünf Jahren gehörte – hat sich zu einem der Highlights in der deutschen Social Media Szene entwickelt, bei dem sich Community- und Social-Media-Manager aus ganz Deutschland jährlich treffen. Das diesjährige Camp war mittlerweile das fünfte! Einen dicken Glückwunsch dafür an das Team um Frank Feldmann, die Jahr für Jahr ein solches Event mit rund 250 Teilnehmern in den perfekt geeigneten Räumen der Cimdata-Akademie auf die Beine stellen. Respekt!

Hier ein Bild von der Geburtstagstorte zum Fünfjährigen, die vom Bundesverband Communitymanagement gesponsort wurde. (Und verdammt gut schmeckte.)

Geburtstagstorte für das Communitycamp

Ein Barcamp kann nur funktionieren, wenn alle Teilnehmer auch aktiv sich beteiligen. Dies geschieht in Form von Blogbeiträgen (wie diesen hier), durch Tweets auf Twitter mit dem Hashtag #ccb12 (auch dort war ich sehr fleißig), Fotos auf Instagram und Facebook und selbstverständlich durch eigene Diskussionsbeiträge vor Ort.

Bevor das Barcamp startet, steht nicht fest, um welche Inhalte es konkret gehen wird. Das Rahmenthema ist bei einem Camp wie dem Communitycamp vorgegeben. Doch Details treten dann erst bei der Sessionplanung zutage. So besteht tatsächlich auch die Gefahr, dass ein Barcamp langweilig wird. Wenn es keine gute Sessionthemen gibt. Es liegt also an den Teilnehmern dafür zu sorgen, dass ein Camp zum Erfolg wird.

Der Ablauf eines Barcamps

Das Camp startet mit einer Vorstellungsrunde, bei der jeder sich ganz knapp vorstellt. Damit jeder weiß, wer alles da ist und wen man vielleicht ansprechen möchte. Danach hat jeder der mag die Möglichkeit eine Session vorzuschlagen, die er halten möchte. Dafür erklärt er kurz den Inhalt und fragt das Interesse ab. Beim Communitycamp ging es dieses Mal um Themen wie den Einsatz von Redaktionsplänen für die Planung der Social Media Arbeit, Benchmarks und KPI für Facebook, Social Media Monitoring, Bild-Rechte im Netz, Trolle oder auch Communityaufbau und Social Media Aktivitäten abseits von Facebook.

Die öffentliche Sessionplanung beim Barcamp

Danach wandern die Sessionvorschläge an den Timetable. Sobald alle Räume und alle Slots belegt sind, steht der Plan für den Tag. Jeder kann nun schauen, was ihn interessiert und wo er mit rein möchte. Dabei kann es schonmal passieren, dass parallel zwei oder drei Veranstaltungen stattfinden, die ich gern besucht hätte. Doch das ist eher ein gutes Zeichen für die inhaltliche Qualität einer solchen Konferenz.

Tagesplanung bei einem Barcamp

Was ich persönlich am Communitycamp so liebe – außer dem Grund, dass ich mal wieder ein Wochenende in meiner Geburtsstadt verbringen kann – ist die Tatsache, dass sich dort viele der Macher der deutschen Communitylandschaft treffen. Man findet dort keine Schönredner, Marketing-Profis oder Verkäufer von Agenturen. Sondern Menschen, die tagtäglich mit einer Community, also mit Menschen im Internet zu tun haben. Nirgends trifft man so geballtes Praxis-Wissen rund um Communitymanagement wie an diesem Wochenende. Communitymanager von Wer-weiß-was, SchülerVZ, Lambertz, der Deutschen Bahn, der Telekom, Smart, Expert, HTC, Simyo, ProSieben (ich), Xing, Qype, notebooksbilliger.de, Rossmann, Motor-Talk.de, Rexona, HolidayCheck, Tourismus Zukunft und viele mehr waren vor Ort.

Der Netzwerkgedanke beim Communitycamp

Der zweite Punkt, warum ich dieses Camp so ins Herz geschlossen habe, ist die Möglichkeit des Netzwerkens. Sich miteinander austauschen, hören, wo es welche Probleme und welche Lösungen dafür gibt. Befreundete Communitymanager wiedersehen. Hineinschnuppern in Trends und Entwicklungen. Und einfach nur angenehm plaudern mit Leuten, die sich mit dem gleichen Thema tagtäglich beschäftigen. Das macht Spaß und bringt einem im eigenen Job weiter voran.

Zurück zum Ablauf eines Barcamps…

Insgesamt dauern die meisten Barcamps zwei Tage, so auch das Communitycamp. Ein Barcamp-Tag wird abgeschlossen mit einer Feedback-Runde, wo die Teilnehmer Anregungen geben, was noch besser gemacht werden kann, vor allem aber auch ihr Lob aussprechen. Für die Referenten, vor allem aber auch die Organisatoren. Denn der Aufwand, ein solches Camp auf die Beine zu stellen, ist gewaltig. Auch ich verneige mich vor den Machern! Ihr habt mal wieder einen exzellenten Job gemacht.

Ein solches Camp wäre nicht möglich ohne Sponsoren. Sie ermöglichen nicht nur, dass es für die Teilnehmer kostenlos bleibt, sondern auch Frühstücksbuffet sowie das Mittagessen, die Getränke (es gab unter anderem die super leckeren Säfte von der Kelterei Walthers) und die traditionelle Samstag-Abend-Party, bei der das Networking erneut im Mittelpunkt stand.

Die unterschiedlichsten Barcamps

Es gibt neben dem Communitycamp regionale Barcamps, so zum Beispiel für Hamburg, München, Nürnberg, die Bodensee-Region, das Ruhrgebiet und andere Städte und Gemeinden. Oder auch Camps wie das Monitoring-Camp, das PolitCamp, das Typo3Camp, das EduCamp, das VinoCamp, das fbCamp, das TourismusCamp, das CastleCamp Kaprun usw. usf. Manche haben schon eine Tradition aufbauen können, anderen fanden bisher nur ein- oder zwei Mal statt.

Danke für zwei großartige Tage in Berlin beim Communitycamp an das gesamte Team und die Sponsoren! Ich freue mich schon auf 2013.

Das Orga-Team des Communitycamp Berlin 2013

Wer nächstes Jahr auch mit dabei sein möchte, der sollte sich auf der Communitycamp-Seite anmelden oder auf Facebook auf den gefällt-mir-Button klicken oder auf Twitter dem Communitycamp folgen.

Mehr Feedback zum Communitycamp auch bei meiner hochgeschätzten Kollegin Anja Beckmann und in vielen anderen Blogs.

Kommentare (5)

5 Antworten zu Was ist ein Barcamp – mit dabei beim Communitycamp in Berlin

  1. Pingback: Ein Barcamp « berlintourist

  2. Torsten sagt:

    Und wer Lust bekommen hat selbst einmal an einem Barcamp teilzunehmen, findet unter http://www.barcamps.net einen umfangreichen Barcampkalender mit zahlreichen Terminen in Deutschland.

  3. Danke für den Hinweis auf den Barcampkalender.

    Ich denke, Barcamps in Zukunft mehr Beachtung als die zahlreichen Konferenzen zu geben.

    Ich fand das ccb12 als sehr gut gelungen.

    Ich war für die Serienkarte.de (Sponsor) dort, habe mir die Zeit genommen, die eine oder andere Session zu verfolgen.

    Lars Heinemann

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